COMICisierung der Neuro-Wissenschaft

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Durch die neuen bildgebenden Verfahren wie fMRT etc. wird die Neurowissenschaft comic-isiert.

Die Maschinen machen bunte Bilder vom Gehirn und seiner Durchblutung – und eben NICHT von seiner Funktion! – und man muss zu den Bildern als Wissenschaftler nur noch die passenden Geschichten erfinden.

Es ist die aktuell größte Illusion, dass man durch das Messen von Durchblutung oder Stoffwechsel im Gehirn auch etwas über seine komplexen Funktionen erfährt.

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Dazu aus dem Aspies.de-forum (Kurzform):
COMICisierung stimmt nicht, weil man mit bildgebenden Verfahren durchaus Funktionszusammenhänge abbilden kann.

Antwort:
Vergleichbar sind bildgebende Verfahren wie fMRT mit einer Metzgerei, in die man nicht hineinschauen kann. Man sieht nur das Licht, wenn es in den verschiedenen Räumen brennt. Vielleicht hört man sogar noch die jeweils spezifischen Geräusche verschiedener Maschinen, Cutter, Knochensäge …
Wenn man viel Erfahrung hat, dann kann man darüber voraussagen, ob der Metzger Wurst macht, Knochen schneidet … aber eben nicht, welche Wurst er macht! Ob Debreziner, Wiener, Lyoner …
Die falsche Vermutung, wir könnten die Funkton des Gehirns verstehen, resultiert aus der Unfähigkeit die Komplexität des Gehirns auch nur im Ansatz zu verstehen!

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Meine Buchempfehlung zu dem Thema:

"Neuromythologie: Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung: Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung" von Felix Hasler

Und ein Artikel:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Hirnforschung-Fehlerhafte-MRT-Software-schuert-Zweifel-an-Zehntausenden-Studien-3257319.html